Pétanque Ausrüstung

1. Anfangsausstattung

Für den Anfang brauchst du nichts, was du wahrscheinlich nicht schon besitzt!

Kleidung

Die Kleidung sollte der Witterung angemessen sein – bedenke, dass du dich mehrere Stunden im Freien aufhältst. Vor allem sollte die Kleidung bequem sein, dabei aber möglichst eng am Körper anliegen, damit man beim Armschwung nicht behindert wird. Regenbekleidung ist normalerweise nicht erforderlich. Auch Boulespieler mögen es warm und trocken – auch wenn man das später im Turnier nicht immer so umsetzen kann. Die Schuhe sollten einen sicheren Stand ermöglichen, auch wenn man mal in die Hocke geht. Bedenke, dass man während eines Bouletages durchaus einige Meter darin zurücklegt! Sie sollten also auf keinen Fall zu klein sein, um Blasen zu vermeiden. Vorne geschlossene Schuhe können Schlimmeres verhindern, falls man selbst oder jemand anderes mal unbeabsichtigt eine Kugel auf deinen Fuß fallen lässt.

Achtung: Sonnenbrille und Sonnenschutz im Sommer nicht vergessen! Und bei kaltem Wetter können eine Mütze und ein Paar Handschuhe nicht schaden.

Kugeln

Gespielt wird mit Amateur- und Wettkampf-Kugeln, die speziell für Pétanque zugelassen sind. Boule- und Boccia-Kugeln aus dem Supermarkt sind vollkommen ungeeignet! Auf keinen Fall solltest du also Kugeln kaufen, bevor du nicht mindestens einmal auf dem Platz gewesen bist. Für den Anfang kannst du dir dort Kugeln ausleihen. Die richtige Größe (Durchmesser und Gewicht) ergibt sich aus der Größe deiner Hand und deinen späteren Vorlieben beim Spiel und ist gewissermaßen eine Wissenschaft für sich.

Maßband

Jeder Spieler braucht früher oder später ein Maßband. Eines aus dem Baumarkt (2m mit Feststeller) reicht für den Anfang völlig aus.

2. verbesserte Ausstattung

Der eigene Putzlappen…

Der mitunter wichtigste Ausrüstungsgegenstand…

Habt ihr schon mal einen Boulespieler ohne Lappen gesehen? Wohl kaum! Jeder – und damit meine ich JEDER – braucht unbedingt ein individuelles und passendes Putztuch. Ohne ist man nur ein halber Boulespieler! Passend zur Jahreszeit und Kleidung muss sich das Putztuch harmonisch in das Gesamtbild einfügen und nicht nur seinem eigentlichen Zweck – dem Putzen der Kugeln – genügen, sondern als Statussymbol auch mit den anderen Putztüchern auf dem Platz konkurrieren können. Ob farbig, plüschig oder hightech – hauptsache es fällt auf und verleiht seinem Besitzer Authorität. Natürlich sollte man mehr als ein Tuch besitzen – genaugenommen kann man gar nicht genug besitzen. Daher eignet es sich auch hervorragend als Geschenk für einen Boulespieler.

Kleidung

Keine weiteren Anforderungen als zu Beginn…!

Einzig für den Fall, dass man in einer Mannschaft spielen sollte… Natürlich braucht man ein Mannschaftstrikot oder eine Mannschaftsjacke.

Die eignen Kugeln

Zur Ausrüstung eines jeden Boulespielers gehört natürlich seine Kugeln. Ein Satz besteht aus drei hohlen Metallkugeln. Im Gegensatz zu sogenannten Anfängersets – bestehend aus 6 oder 8 Kugeln, die aus minderwertigem Material hergestellt und zudem befüllt wurden, um auf ein einigermaßen vergleichbares Gewicht zu kommen – bestehen Wettkampfkugeln aus hochwertigem Stahl und sind hohl. Wettkampfkugeln sind vom internationalen Verband für Wettkämpfe zugelassen, sie entsprechen den Vorgaben des F.I.P.J.P. (Federation International de Petanque et Jeu Provencal).

Herstellung

Das folgende Video (leider nur in Französisch) zeigt die Herstellung von Boulekugeln. Wie man unschwer erkennen kann, handelt es sich um einen durchaus komplexen Prozess, der Know-How und Fertigkeiten verlangt.

Was passieren kann, wenn man die Kugeln beim falschen Hersteller kauft, zeigt das folgende Video. Niemand soll behaupten, Pétanque spielen sei ungefährlich!

Also – nicht am falschen Ende sparen…

Kugeldurchmesser

Zu einer normal großen Hand passt gut ein Durchmesser von 74 bis 75 mm. Als Anhaltspunkt für die richtige Größe misst man den Abstand zwischen Handwurzel und Fingerkuppe des Mittelfingers und orientiert sich dann an den folgenden Werten:

gemessene StreckeDurchmesser der Kugel
> 135 mm71 mm
> 150 mm72 mm
> 165 mm73 mm
> 180 mm74 mm
> 195 mm75 mm
> 210 mm76 mm
> 225 mm77 mm
> 240 mm78 mm

Gewicht

Beim Gewicht sind meist die leichteren Kugeln um 700 Gramm beliebt. Leichtere Kugeln lassen sich insbesondere beim Schießen besser händeln. Schwerere Kugeln haben beim Legen Vorteile, weil sie sich nicht so leicht von Unebenheiten ablenken lassen und bei hoch gespielten Würfen weniger weit rollen.

Material und Härte

SchießerbeidesLeger
weiche Kugeln
(110 – 120 kg / qmm)
mittelharte Kugeln
(zwischen 120 und 130 kg / qmm)
harte Kugeln
(130 – 150 kg / qmm)

Grundsätzlich kommen zwei Materialien zur Anwendung: Karbon- oder Inox-Stahl. Karbon ist unlegierter Stahl, der sich verändern kann und z.B. auch Rost ansetzt, der sich aber beim regelmäßigen Spielen abarbeitet. Beim Inox dagegen handelt es sich um legierten Stahl, der somit pflegeleichter ist. Die Wahl ist dennoch Geschmackssache, weil der Rost beim Karbon-Stahl z.B. die Griffigkeit verbessern kann.

Riefelung

Je nach Geschmack können die Kugeln glatt sein oder Rillen aufweisen. Geriefelte Kugeln bieten mehr Griff. Bei den manchen Modellen ist es außerdem möglich, seinen Namen vom Hersteller eingravieren zu lassen. Ein nachträgliches Verändern der Kugeln ist laut Reglement untersagt.

Fazit

Die Kombination aus Größe, Gewicht, Material und Riefelung der Kugeln ist für jeden Spieler unterschiedlich und muss individuell bestimmt werden. Neben den ergonomischen Gegebenheiten bestimmen persönliche Vorlieben die Auswahl. Es kann sich daher sehr lohnen, vor dem Kauf der ersten eigenen Kugeln mit den unterschiedlichsten Kugeln der Vereinskameraden(innen) zu experimentieren!

Sonstige Ausrüstung

Messvorrichtungen

Maßband

Das ist ein Maßband

Tirette

Das ist ein Tierette

Handy-App

Das ist eine Handy-App

Punktezähler

  • Punktezähler

Kugelmagneten

  • TBD