Artikel 07 – Regelgerechte Entfernungen beim Wurf der Zielkugel

Artikel 7 – Regelgerechte Entfernungen beim Wurf der Zielkugel

Die von einem Spieler geworfene Zielkugel ist gültig, wenn:

  1. der Abstand der Zielkugel bis zum nächstgelegenen Punkt des inneren Wurfkreisrandes
    • mindestens 6 Meter und höchstens 10 Meter für „Juniors” und „Seniors” beträgt.
    • Bei Wettbewerben, die für jüngere Spieler bestimmt sind, können geringere Distanzen angewandt werden8.
  2. der Wurfkreis sich mindestens 1 Meter von jedem Hindernis und mindestens 1,5 Meter von einem anderen, in Gebrauch befindlichen Kreis oder aktiven Zielkugel, befindet.
  3. die Zielkugel mindestens 50 cm von jedem Hindernis, der Kopflinie und mindestens 1,5 Meter von einem Kreis oder einer Zielkugel eines anderen Spiels entfernt liegt. (Kein Mindestabstand ist zu den Seitenlinien, die die Spielfelder trennen oder den Auslinien an den Seiten gefordert).
  4. die Zielkugel für einen Spieler sichtbar ist, der mit beiden Füßen und in aufrechter Körperhaltung im Innern des Wurfkreises steht. Im Falle einer Uneinigkeit entscheidet der Schiedsrichter unanfechtbar, ob die Zielkugel sichtbar ist.

Bei der nächsten Aufnahme wird die Zielkugel aus einem Wurfkreis oder Wurfreif geworfen, der um den Punkt gezeichnet oder gelegt wird, auf dem die Zielkugel am Ende der vorhergegangenen Aufnahme lag, außer in folgenden Fällen:

  • Der Wurfkreis wäre weniger als 1 Meter von einem Hindernis, weniger als 1,5 Meter vom nächsten aktiven Kreis oder aktiven Zielkugel entfernt.
  • Es wäre nicht möglich, die Zielkugel auf alle regelgerechten Entfernungen zu werfen.

Im ersten Fall zeichnet der Spieler einen Kreis oder legt einen Wurfreif in der vorgeschriebenen Mindestentfernung vom Hindernis, bzw. vom nächsten benutzten Wurfkreis oder aktiven Zielkugel.

Im zweiten Fall kann der Spieler auf einer geraden Linie in Richtung der vorhergehenden Aufnahme zurückgehen, bis er die Zielkugel auf die größtmögliche erlaubte Entfernung werfen kann; aber nicht weiter. Diese Möglichkeit ist jedoch nur zulässig, wenn die Zielkugel in keiner Richtung auf die größtmögliche Entfernung geworfen werden kann.

Wenn die Zielkugel nicht nach obigen Voraussetzungen gültig geworfen wird, wird sie der gegnerischen Mannschaft ausgehändigt, die sie auf jede gültige Position des Terrains legen darf. Sie kann auch den Wurfkreis unter den im Reglement genannten Bedingungen zurückverlegen, sollte es nicht möglich sein, aus dem zuvor positionierten Kreis die Zielkugel auf größtmögliche Entfernung zu positionieren.

In jedem Fall behält die Mannschaft, welche die Zielkugel verloren hat, weil es nicht gelang, die Zielkugel gültig zu werfen, das Recht, die erste Kugel zu spielen.

Die Mannschaft, die das Recht zum Zielkugelwurf hat, verfügt über eine Minute, die Zielkugel regelgerecht zu platzieren. Die Mannschaft, die die Zielkugel nach missglücktem Zielkugelwurf erlangt, muss die Zielkugel sofort platzieren.

8 Erläuterung des DPV: Die Bestimmung trifft der Veranstalter.

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